Freitag, 19. Juli 2019, hh:mm
Aktuelles

Heiliger Josef: ein Vorbild auch in heutiger Zeit

   Texte und Fotos A. Wimmer, siehe auch LZ vom 21.3.2019

Namenstagsfeier beim Josefiverein mit Gottesdienst - Freude über neue Mitglieder

Strahlender Sonnenschein umgab die vielen Josefs und Josefinen, die sich am frühen Morgen ihres Festtages auf dem Rathausplatz einfanden. Wie gewohnt von den Roßbachtaler Musikanten eingespielt, freuten sie sich über die zahlreichen treuen Namenskollegen.

In der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt begrüßten Bischöflich Geistlicher Rat Stephan Heindl und Pater Nicholas Tudu zum Festgottesdienst, den die Blasmusik instrumental begleitete. Erwachsene Josefs dienten am Altar als Ministranten. Die Fürsprache des Familienheiligen stand immer wieder im Mittelpunkt der Gebete und Fürbitten, Josef Schutzpatron der Kirche, Vorbild der Arbeiter, Mitarbeiter an Gottes Schöpfung, Stütze der Familien, Hoffnung der Kranken, Tröster der Sterbenden.

Anstelle der Predigt stand ein gemeinsames Gebet aus der Quelle von Dekan Stefan Anzinger. Die Erfahrung, dass Gottes Pläne oft nicht mit den eigenen übereinstimmen, dass Höhen und Tiefen, Sehnsüchte, Erwartungen und Träume im Alltag enttäuscht werden, erfuhr der heilige Josef ebenso wie die Menschen der Zeit. Vor dem Schlusslied Großer Gott wir loben Dich wünschte Pfarrer Stephan Heindl großes Vertrauen in die Fürsprache des Heiligen Josef, einen gesegneten, frohen Namenstag und sagte Vergelts Gott für die Mitfeier des Gottesdienstes und alle Mithilfe.

Die weltliche Feier im Sport- und Vereinsheim eröffnete der neue Vorsitzende Josef Sellmer und gratulierte zum Namenstag. Einhundert auf einen Streich - so viele Männer und Frauen, die sich an einem Tag gemeinsam über ihren Namen freuen, sei nur beim Josefiverein zu erreichen. Offene Freude bekundete auch Landrat Peter Josef Dreier über die bestandene Aufnahmeprüfung zum Verein, die er trotz Zweitnamen bestanden habe. Er dankte den Gründungsmitgliedern für die Umsetzung ihrer Idee vor 24 Jahren, den Josefitag in Essenbach wieder als Fest zu begehen.

Hier würden Tradition und Brauchtum gefeiert und gelebt, was dem Verein weit über die Landkreisgrenzen Bekanntheit und Beliebtheit beschere. Froh und dankbar für den Josefiverein, den die Marktgemeinde Essenbach nicht mehr missen wolle, sei er auch persönlich, sagte stellvertretender Bürgermeister Josef Spierer. Der Zusammenhalt und Einsatz der Mitglieder aus unterschiedlichsten Berufen, Stellungen und Altersschichten habe wichtige Spuren hinterlassen.

Josef Pfriemer erstes Ehrenmitglied

In ihrer Laudatio erinnerten der Vorsitzende und zweite Vorsitzende, Josef Sellmer und Josef Wild, an den Ursprung des Vereins. Im Oktober 1995 registrierte Josef Pfriemer dessen Gründung mit 20 Mitgliedern und übernahm den Vorsitz. Dank eifriger Mundpropaganda waren es vier Jahre später bereits 50 und im Jahr 2012 schon 100 Mitglieder.

Seit der Gründung wird der 19. März mit einem Gottesdienst, Blasmusik und weltlicher Feier begangen. Josef Pfriemer war die Brauchtumspflege in all den Jahren ein großes Anliegen, er organisierte Weihnachtsfeiern, informative Ausflüge, monatliche Stammtische und die Beteiligung an der Fronleichnamsprozession. Auch wenn er nach 23 Jahren den Vorsitz abgegeben habe, werde er seinem Verein weiterhin treu bleiben. Die amtierende Vorstandschaft übertrug ihm zur Würdigung seiner Verdienste die Ehrenmitgliedschaft.

Als Geschenk überreichten sie zudem eine Fotocollage mit Ereignissen aus seiner gesamten Amtszeit und einen reichhaltigen gefüllten Korb. Er freute sich auch, dass es im Verein gut weitergeht, drei neue Mitglieder wurden aufgenommen. Josef Amann aus Bruckbach, Josef Bayer aus Mirskofen und Simon Josef Kopp, der fünf Monate junge Enkel des Vorsitzenden Josef Sellmer, wirken sich auf den Altersdurchschnitt recht positiv aus.

Mit einer ironischen Gegenüberstellung von modernen und bodenständigen Vornamen wartete Josef Rohrmeier am Ende auf, und das Ehepaar Hafner trug in gekonnter Manier eine lustig-nachdenkliche Geschichte vor. Die lockere und fröhliche Stimmung bei Blasmusik, Weißwürsten, Brezen und Bier war bei etlichen Namenstagskindern schuld daran, dass aus dem Frühschoppen dann doch noch ein Dämmerschoppen wurde.

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Jahreshauptversammlung 2019 mit Neuwahlen

Beim Josefiverein fand am Freitag 18.01.19 im Sportheim die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen statt. Dazu konnte Vorsitzender Josef Pfriemer zahlreiche Mitglieder begrüßen, er dankte allen für die jahrelange und gute Zusammenarbeit.

Die Schriftführerin Josefine Kroyer verlas die Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr. Anschließend legte Kassier Josef Kolbeck den Kassenbericht vor. Die Kassenprüfer Josef Mießlinger und Josef Wagner bestätigten eine ordentliche Kassenführung und baten um Entlastung der Vorstandschaft.

Zur Wahl Stand die gesamte Vorstandschaft. Als neuen ersten Vorsitzenden vorgeschlagen wurde Josef Sellmer. Von der Versammlung einstimmig gewählt, nahm er die Wahl an. Zum zweiten Vorsitzenden wurde Josef Wild und als dritter fungiert Josef Mießlinger.

Schriftführerin Josefine Kroyer, Kassier Josef Kolbeck und die Revisoren Josef Mießlinger und Josef Wagner wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Die am Josefitag stattfindende Namenstagsfeier wird wie bisher ablaufen. Zur Vorbesprechung trifft sich der Verein zum monatlichen Stammtisch im Februar.

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Radtour zu St. Josef in Unterahrain

Am Freitag den 17.08.18 trafen sich einige Mitglieder des Josefi-Vereins zur gemeinsamen Fahrt mit dem Radl nach Unterahrain, dort hatten sich bereits andere Mitglieder mit dem Auto eingefunden.

Vor der Filialkirche St. Josef versammelte sich die Gruppe um gemeinsam mit Mesner Riedl die Litanei zum Heiligen Josef zu beten. Zum Abschluss wurde gemeinsam ein Marienlied gesungen.

Anschließend fanden sich im Dorfgemeinschaftshaus Midanand alle zu einer gemütlichen Brotzeit zusammen. Es wurde ein schöner Abend an dem auch einige Frauen der Mitglieder gerne teilgenommen haben.

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Josefi Namenstagsfeier am 19.3.2018

Große Feier und prominente Neumitglieder   Teile aus der LZ vom 22.3.2018, Text A. Wimmer

Schneidig spielten am Montagfrüh die Roßbachtaler Musikanten vor dem Rathaus auf, nach und nach füllte sich der Marktplatz und ein gegenseitiges Gratulieren begann: Die Josefifeier in Essenbach ist ein Namenstagsfest, das seinesgleichen sucht. Etwa 100 Männer und Frauen riefen sich ois Guade zum Namensdog zu. Die Mitglieder des Josefivereins ließen sich weder von der spätwinterlichen Kälte noch vom normalen Werktag davon abhalten, „ihren Feiertag“ zu begehen.

Bischöflich Geistlicher Rat Stephan Heindl freute sich sehr darüber, dass so viele Menschen in die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt gekommen waren. In Konzelebration mit Pater Nicholas und musikalischer Gestaltung durch die Roßbachtaler Musikanten feierte er den Festgottesdienst zu Ehren des Heiligen Josef. Mit dem Eröffnungsvers des Tages Seht das ist der treue und kluge Hausvater, dem der Herr seine Familie anvertraut, damit er für sie sorge stand Josef im Mittelpunkt der Betrachtung. Als ehemaliger Pfarrer von Essenbach erinnere er sich sehr genau an die Gründung des Josefivereins auf Initiative von Josef Pfriemer vor 23 Jahren, sagte Stephan Heindl.

Wurde die Idee anfangs vielleicht von manchen ein wenig belächelt, fand sie doch schnell viel Zuspruch. Gerne denke er dabei an die markanten Predigten des inzwischen verstorbenen Pfarrers Ludwig Gilch, einem großen Josefsverehrer, Befürworter und Gönner des Vereins. Die in der Kirche relativ spät beginnende Würdigung des Heiligen Josef begründe sich darin, dass Maria, die Gottesmutter mehr als Fürsprecherin angesehen wurde und in der frühen Christenheit meist die Märtyrer im Vordergrund standen. Erst als Papst Benedikt XIII im Jahr 1729 den heiligen Josef in die Allerheiligenlitanei aufnahm und Papst Pius IX ihn 1870 zum Schutzpatron der ganzen Kirche erklärte, setzte eine allgemeine große Verehrung ein. Pfarrer Heindl erklärte, das gelegentliche Bild von einem unauffälligen, fast farblosen Mann entspreche nicht der Wirklichkeit, vielmehr sei Josef das Beispiel eines treuen, frommen Mannes. Nachdenklich in sich ruhend, gespeist von Glauben und Gottvertrauen gelte er als großes Vorbild.

Gut abgesichert durch Polizisten aus eigener Reihe und von der Blasmusik im Takt gehalten, marschierten die Feiernden durch das Dorf zum Sportheim, wo bereits Weißbier, frische Brezen und dampfende Weißwürst auf sie warteten. Freude und Begeisterung strahlte der Vorsitzende Josef Pfriemer aus, wie er ein Haus voller gleicher Namensträger begrüßen konnte. Er dankte den beiden Geistlichen für den festlichen Gottesdienst und allen Mitgliedern für die Teilnahme. Gerade weil der Josefitag schon 1968 als Feiertag abgeschafft wurde, sei die Aufrechterhaltung der christlichen Tradition besonders wichtig.

Bürgermeister Dieter Neubauer bedauerte es, dass ihm seine Eltern nicht den Namen Josef gegeben hätten, zumal sein Großvater, mit dem ihn sehr viele gute Erinnerungen verbinden würden, so geheißen habe. Er freue sich aber, dass er trotzdem Gast bei dieser besonderen Namenstagsfeier sein dürfe und dankte allen Mitgliedern des Vereins für ihren Beitrag zum Erhalt der Tradition.

Landrat Peter Josef Dreier wertete es als Verlust, dass die Namenstage - mit Ausnahme von Josef - nicht mehr so geschätzt seien wie früher, präge der Name doch den Menschen und seine Eigenschaften. Seine Eltern wären bei seiner Geburt schon sehr weitsichtig gewesen, ahnend, dass er sich in Geselligkeit und Kameradschaft wohl fühlen werde, keiner Feier abgeneigt und dem Brauchtum frönend, hätten sie ihm Josef als zweiten Namen - nach seinem Vater - gegeben. Weil die Satzung des Josefivereins die Mitgliedschaft auch für Zweitnamensträger vorsehe, bitte er ganz offiziell um die Aufnahme.

Vorsitzender Josef Pfriemer reichte ihm prompt das Beitrittsformular. Ebenso dem Bürgermeister von Niederaichbach, Josef Klaus, Josef Beck aus Niederaichbach, Josef Bumberger von Ergolding, Josef Eibl von Landshut und Josef König aus Hohenthann. Die Neuzugänge wurden freudig aufgenommen. Die Beliebtheit des Essenbacher Josefivereins geht über die Landkreisgrenzen hinaus, weit und breit findet sich keine Konkurrenz. Der Jahresmitgliedsbeitrag beträgt bescheidene 15 Euro, dafür gibt es den kostenlosen Frühschoppen, die monatlichen Treffen und eine Weihnachtsfeier. Bei kirchlichen Festen gehen die Mitglieder mit ihrer Standarte und eines prägt sie besonders: sie tragen ihren Namen mit Stolz und Würde, egal ob sie auf Josef, Joseph, Sepp, Sepperl, Josefine, Josefa, Jo oder Peppi hören. Aus dem Rahmen gefallen ist am Josefitag lediglich das Wetter, es hat sich nicht an die Bauernregeln gehalten, denn da heißt es:
Josef macht behände dem Winter ein Ende oder Wenns erst einmal Josefi ist, dann endet aa der Winter gwiss.

Wer kennt sie nicht, die beiden.
Wie jedes Jahr trugen sie -nicht zu vermeiden-
Vergnügliches vor, teils bayerisch, teils anders.
Sie gehören am Josefi-Tag zur Tradition,
und vermissen möchte sie keiner.


Josefi
von Martin Lengfelder
Vorgetragen von Josef Rohrmeier

Endlich ist dös jetzt soweit,
mia hab'm dö schöne Frühjahrs - Zeit.
Da Dog werd' lang - und kurz die Nacht,
die Natur is längst - vom Schlaf erwacht.

An ganz besonder'n Dog - den schliaß ma in unser Herz,
den feiern mia - im Monat März.

Josefi, war ganz ohne Frag'
doch früah'ras no a Feierdog,
und bei uns in Bayern is der vor Johr'n
leider einfach obg'schafft wor'n.

Der Vomam' Säpp in alle Ehr'n
der klingt hoid heid nimma modern.
I glaub in meinem Erdn'leb'm
werd's boid koan Säpp und Josef nimma geb'n.

Wenn heid a Bua so ganz entzückt
a s'Liacht der schönen Welt erblickt,
der mehr strampet, ois wia lafft
werd' heid einfach Sascha tauft.

Für uns Bayern is dös schoda Hanma,
jetzt gibt’s no mehr - so schöne Nama
Den oan den deana's Tschasdn nenna
de is a Vomam für an Penna.

An Detlef, Olaf, Gerwin und Achim, werd' a in Zukunft geb'n
do magst ja schia goar nimma leb'm.

I sag's glei olle nach da Reih
bloß koa Säpp is nöd dabei.
Dös find i scho a bisserl fad
dö Zeit, dö hod sö narrisch draht.

Mei Vermutung werd' a stimma
den Feiertag, den kriang ma nimma
Säpp, glaub ma dös, wos i dir sog
drum feiert heid dein Namensdog.

Trink a Maß und schnupf a Pris'
wenn's a bloß no a Werkdog is,
du bist a G'schnitzta no - vom oid'n Hoiz
auf uns're Säpp'n san mia Bayern stoiz.

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Josef als Zweitname? - Dann auf zum Josefiverein

Verein feiert mit Mitgliedern aus dem ganzen Landkreis am Montag den Namenstag.

Über 100 Mitglieder zählt der Josefiverein in Essenbach. Alle haben eines gemeinsam: Sie haben einen Namen, der mit dem Heiligen Josef zu tun hat. Ob Josef, Josefa, Jupp, Giuseppe, Finni, Beppo und Co. - alle sind sie bei dem Verein herzlich willkommen, übrigens auch diejenigen, die mit zweitem Namen Josef heißen. Einen "prominenten" Neuzugang wird es wohl heuer zum "Feiertag" der Seppen am Montag in Essenbach geben. Teile aus der LZ vom 17.3.2018

Die Mitglieder des 1995 gegründeten Vereins kommen nicht nur aus Essenbach, sondern aus dem gesamten Landkreis und über die Landkreisgrenzen hinaus. Alle reisen einmal im Jahr zur Feier des Josefi- tags nach Essenbach an, worüber sich Vorsitzender Josef Pfriemer besonders freut. Dieses Jahr hat auch ein besonderer Gast sein Kommen zugesagt: Landrat Peter Dreier.

Und was vermutlich nicht jeder weiß: Auch er hat die nötigen Voraussetzungen, sich dem Verein anzuschließen. Mit vollem Namen heißt er nämlich Peter Josef Dreier. Wie der Landrat erklärt, wurde er nach seinem Großvater Peter benannt, sein Vater heißt aber Josef. Deshalb wurden die Vornamen kombiniert.

Landrat Peter Dreier heißt mit zweitem Vornamen Josef -
und wäre damit als Mitglied beim Josefiverein sehr willkommen.

Zum Josefiverein inklusive Josefifeier will Dreier am Montag zum ersten Mal dazu stoßen, und Vorsitzender Pfriemer will ihm die Mitgliedschaft natürlich schmackhaft machen, ebenso wie vielen anderen, die den Namen als zweiten Vornamen tragen. Oftmals sei der Name Josef bei Doppelnamensträgern gar in den Hintergrund gerückt, weil der andere Name einfach moderner ist. Mit der Josefifeier des Vereins in Essenbach wollen die Namensträger die alte Tradition, bis 1968 war der Josefitag in Bayern sogar ein gesetzlicher Feiertag, nach wie vor Aufleben lassen, und dazu Aufrufen, dass auch weitere Namensträger sich beteiligen.

Es gibt mit Sicherheit einige Josefs und Co., denen das Fest in Essenbach bisher durch die Lappen gegangen ist, wie beispielsweise auch dem Niederaichbacher Bürgermeister Josef Klaus. Wie er im Gespräch mit der LZ berichtet, hat er in den vergangenen Jahren den Namenstag immer mit einem Weißwurstfrühstück im Rathaus gefeiert. Die Würste für seine Mitarbeiter will er auch weiterhin ausgeben, doch für dieses Jahr hat auch er sich vorgenommen, am Montag nach Essenbach zu fahren - auch da gibt es' Weißwürst.

Bei der Feier werden mit großer Freude auch jährlich neue Mitglieder aufgenommen - spontan Entschlossene sind dazu willkommen. Der Tag läuft wie folgt ab:

Um 9 Uhr beginnt der Festtag mit einem Standkonzert der Rossbachtaler Musikanten am Rathausplatz. Dort formiert sich der Kirchenzug zur Pfarrkirche, wo um 9.30 Uhr der Festgottesdienst zelebriert wird. Anschließend wird, angeführt von den Musikern, durch den Ort zum Sportheim marschiert, wo die weltliche Feier stattfindet.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden wird gemeinsam die Bayernhymne gesungen. Beim gemütlichen Weißwurst-Frühschoppen mit musikalischer Umrahmung sitzt man zusammen. Es wird neben kurzen Grußworten auch Einlagen von Mitgliedern geben.

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Heiliger Josef einer der beliebtesten Heiligen

Josefiverein feiert Namenstag mit Gottesdienst und Festzug - Drei Neuaufnahmen
Teile aus der LZ vom 21.3.2017

Eine große Menschenansammlung am frühen Sonntagmorgen auf dem Rathausplatz mit Blasmusik -19. März- Josefi-Tag! Hundertfach gratulieren sich gegenseitig alle, die auf den Namen Josef, oder diesen in abgeleiteter Form, getauft sind. Der persönliche Name gehört zu dem wichtigsten, was Menschen besitzen und prägt die Persönlichkeit. Darum sind die Josefs auf ihren so besonders stolz und halten ihn -wie kaum ein anderer- in Ehren.

Auch oder gerade deshalb, weil der Feiertag längst abgeschafft wurde, erfreut sich der 1995 gegründete Verein stetig wachsender Beliebtheit. So haben sich die Mitglieder wieder ihren eigenen Gedenk- und Feiertag geschaffen, den sie jedes Jahr mit einem festlichen Gottesdienst beginnen. Zusammen mit einer großen Ministrantenschar wurden sie von Bischöflich Geistlichem Rat Stephan Heindl und Pfarrer Andreas Gromadzki zum Kirchenzug abgeholt.

Viele Pfarrangehörige hatten sich in der Pfarrkirche eingefunden, um diesen besonderen Sonntagsgottesdienst mitzufeiern. Pfarrer Andreas Gromadzki widmete seine Predigt ganz der Person des Heiligen und zeichnete damit das Bild eines ganz außergewöhnlichen Menschen. Josef gehört in der christlichen Volksfrömmigkeit zu den beliebtesten Heiligen, er ist Patron der Arbeiter, der Familien und treuer Begleiter der Sterbenden. Pfarrer Gromadzki sagte, der einfache Zimmermann gab Jesus und Maria bedingungslos Halt und Sicherheit, er sorgte für die alltäglichen Notwendigkeiten und Bedürfnisse. Die Gesinnung von Josef könnte aufschlussreich in der Gegenwart wirken, in der die ständige Sucht herrsche, nur Neues zu erhaschen, im Mittelpunkt zu stehen und Aufsehen zu erregen. Josef nahm sich zurück, er wirkte treu im Hintergrund, seine Größe bestand in seiner Behutsamkeit, Sorgfalt und Verlässlichkeit. Er folgte seinem im Traum erschienenen Engel, der ihm Gehorsam gegenüber Gott abverlangte und den Weg seines Alltags wies. Als Vorbild für die tägliche Pflichterfüllung könne Josef stehen, als Hilfe zur Nächstenliebe und Gottesbegegnung.

Pfarrer Gromadzki gratulierte allen Namensträgern zu ihrem Festtag und wies auf die im Seitenalter aufgestellte schöne Josefsfigur hin, die väterlichen Schutz und Vertrauen zeige. Sein Wunsch sei es, dass alle Menschen durch das Vorbild des Heiligen Gottes Güte im Herzen tragen mögen.

Am Ende des Gottesdienstes, der seit 20 Jahren von den Roßbachtaler Musikanten musikalisch begleitet wurde, dankte Pfarrer Gromadzki seinem Konzelebranten Stephan Heindl und allen, die zur Gestaltung mit beitrugen. Zur schneidigen Blasmusik formierten sich die Vereinsmitglieder, durch zwei Polizeiautos verkehrstechnisch gut gesichert, zum Festzug in das Sportheim.

Vorsitzender Josef Pfriemer freute sich sehr über die große Teilnahme und wünschte allen einen würdigen, wohltuenden und gemütlichen Namenstag. Besondere Freude herrschte über die Aufnahme von drei neuen Josefs, mit denen der Verein nun auf 108 Mitglieder im Alter zwischen zwei und 88 Jahren angewachsen ist. Die Glückwünsche der Marktgemeinde überbrachte mit zweitem Bürgermeister Spierer selbstverständlich auch ein Josef.

Viel zu lachen gab es beim Sketch über einen schwierigen Zuschussantrag und den dazu notwendigen Maßnahmen von Josef Hafner und seiner Frau, außerdem wurde eine Vielzahl von Erinnerungen an vergangene Namenstagsfeiern ausgetauscht, so dass sich die Feier für einige bis in die späten Abendstunden hinzog.

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Freude bei Josefi-Verein: Name immer beliebter

Mitglieder feiern wieder "ihren Feiertag" in Essenbach - Auch kleine Namensträger sind willkommen.

Josef mit "f" ist bei der Namensgebung der Sprösslinge wieder beliebter geworden. Auch Josefinen wurden im Landkreis vereinzelt wieder gesichtet. Im Jahr 2017 ist Josef im Ranking der beliebtesten Namen derzeit auf Platz 4. Geht es nach den Mitgliedern des Josefi-Vereins, dürfen das auch noch mehr werden. Und die dürfen dann natürlich gerne dem Josefi-Verein beitreten.
Aus der LZ vom 17.3.2017

Joseph, Josef, Beppo, Josefine, Fine, Finny, Giuseppe, Joe, José, Josefa, Jupp, Pepi, Peppi, Sepp, Youssef, Pepina, Giusi - all diese Namensvarianten klingen für die Vereinsmitglieder des Josefi-Vereins wie Musik in den Ohren. Am Sonntag feiern sie wieder den Josefitag - mit Standkonzert, Festgottesdienst, Weißwurstessen und allem, was dazugehört. Und eines freut die Vereinsmitglieder ganz besonders: Dass der Name wieder im Kommen ist, wie sich auf Nachfrage beim Standesamt der Stadt Landshut bestätigt.

44 Mal haben im vergangenen Jahr Kinder, die in Landshut geboren wurden, den Namen Josef erhalten. Das berichtet Franz Fischer vom zuständigen Standesamt in Landshut. Dort werden die Namen der Kinder erfasst, die in Landshut auf die Welt kommen. "Es müssen aber nicht unbedingt Landshuter sein, auch aus Deggendorf, Regensburg und der gesamten Umgebung kommen die Mütter, um ihre Kinder in Landshut zu bekommen", erklärt er. Der Name ist also nicht nur im Landkreis Landshut beliebt.

Das zeigt auch der Josefi-Verein, dessen Mitglieder ebenso über die Landkreisgrenzen hinweg verteilt sind und sich immer am 19. März in Essenbach treffen, um ihren Namenspatron zu feiern. Natürlich gibt es viele ältere Mitglieder mit dem Namen Joseph, Josefa und Co. doch auch ganz Junge kommen nach, und treten oft schon als Kinder, meist durch die Verwandtschaft mit gleichem Namen bei.

Als Patron gilt beim Namen Josef der Zimmermann Joseph von Nazareth. Er stammte aus dem Geschlecht Davids und lebte in Nazareth. Der Name selbst hat hebräischen Ursprung und bedeutet "Gott hat hinzugefügt", wie es in Namenserklärungen in Büchern heißt. Viele künftige Eltern stöbern nur zu gern in solchen Vornamensbüchern, in denen man so allerhand Hintergrundinformationen nachschlagen und sich Inspiration holen kann. Der Name Josef ist, wie auch andere "alte" Namen wieder beliebter geworden.

Von Jahr zu Jahr beliebter

Das belegen die Zahlen des Standesamts. 2015 war Josef - übrigens mit "f", wie Standesbeamter Fischer erklärt - an achter Stelle (mit 40 Nennungen). 2016 wurde der Name 44 Mal gewählt. Allerdings nicht unbedingt als erster Vorname. Die Statistik erfasst auch Kinder, die mit zweitem oder gar mit drittem Vornamen Josef heißen. Und im noch jungen Jahr 2017 hat sich Josef mit acht Nennungen derzeit bereits an die vierte Stelle im Namens-Ranking herangekämpft, berichtet Fischer. Vielleicht reicht es bis zum Jahresende ja sogar für einen Stockerl-Platz. Auch Josefinen sind bei den Kindern mittlerweile wieder vereinzelt anzutreffen, allerdings hat es dieser Name im Jahr 2016 leider noch nicht unter die TOP 50 geschafft.

Bei den Mitgliedern des Josefi-Vereins ist allerdings klar, dass es keinen besseren Namen geben kann. Und das muss am 19. März natürlich wieder gefeiert werden. Dazu sind im Übrigen auch Namensträger willkommen, die noch nicht Mitglied sind, das aber vielleicht werden wollen. Gelegenheit für Neuaufnahmen gibt es traditionell bei der Josefi-Feier.

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Radtour zur Filialkirche St. Josef

Am Freitag den 19.08.16 trafen sich mehrere Mitglieder des Josefi-Vereins zur gemeinsamen Fahrt nach Unterahrain, wo man sich vor der Filialkirche St. Josef versammelte. Gemeinsam mit Pfarrer i. R. Stefan Heindl, Pater Josef, der zur Zeit in Ahrain zur Urlaubsvertretung ist, und Mesner Riedl wurde die Litanei zum Heiligen Josef gebetet und mit einem Marienlied abgeschlossen. Die Altarfiguren der Unterahrainer Kirche stammten ursprünglich aus Essenbach.

Die Mitglieder bei der Andacht vor dem Altar in Unterahrain.

Im Dorfgemeinschaftshaus "Mid-anand" fanden sich alle zu einer Brotzeit zusammen. Es wurde ein gemütlicher Abend, an dem auch die Frauen gerne teilgenommen haben. Steht auch in der LZ vom 24.8.2016

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Freude über den ersten "Italienischen Josef"

Josef Pfriemer begrüßte das neue Mitglied Giuseppe Cafariello. Aus der LZ vom 24.6.2016

Giuseppe Cafariello tritt Josefi-Verein bei, und berichtet von Namenstagsfeier aus seiner Heimat.

Josefs, Seppen oder Josefinen fanden sich am Freitagabend im Gasthaus Luginger, als sich die Vereinsmitglieder zu ihrem monatlichen Stammtisch im Gasthaus Luginger in Mirskofen trafen. Und dann kam auch noch ein italienischer Namens Vertreter hinzu: nämlich der in Italien geborene Giuseppe Cafariello aus Landshut. Bei dem Stammtisch wurde er als neues Mitglied im Josefi-Verein Essenbach aufgenommen. In seiner Heimat wird der Namenstag übrigens ganz spontan mal eben mit 30 bis 50 Gästen und Pizza gefeiert.

Josef Pfriemer, Initiator, Gründungsvorstand und Vorsitzender des Vereins, hieß den ersten italienischen Josef, Giuseppe, freudig willkommen. Giuseppe Cafariello kam als Ältester von vier Geschwistern mit neun Jahren nach Landshut. Von Beruf ist Giuseppe Elektriker bei den Stadtwerken Landshut. Außerdem ist er auch als Migrationsbeauftragter der Stadt Landshut aktiv. Giuseppes Frau stammt aus Oberbayern und trägt den typisch deutschen Namen Waldtraud. Seine beiden Kinder haben italienische Namen, Tochter Giovanna für Johanna und Sohn Felice, übersetzt Felix. Schon etwa zehn Jahre verfolgt Giuseppe Cafariello die Aktivitäten des Josefi-Vereins Essenbach aus der Zeitung und auf der Homepage des Vereins.

Zwei seiner langjährigen Arbeitskollegen, die ebenfalls Mitglieder des Vereins sind, konnten ihn schließlich zum Besuch der alljährlichen großen Namenstagsfeier am Josefitag im März in Essenbach überreden. Von der stimmungsvollen Namenstagsfeier mit Schubertmesse in der Kirche Essenbach und der anschließenden weltlichen Feier im Sportheim mit allen Vereinsmitgliedern des Josefi-Vereins Essenbach war Giuseppe so begeistert und angetan, dass sein Entschluss klar war: Er wird Mitglied bei den Josefis und damit der erste italienische Josef im Verein.

Auf die Frage, wie denn in Italien der Namenstag des heiligen Josef gefeiert wird, erzählt Giuseppe lachend: "Da kommen Freunde, Bekannte und Nachbarn, natürlich alle ohne Einladung." Der Namenstag des Guiseppe ist in Italien der Vatertag und jeder, der einen Guiseppe in der Familie hat, kann und darf ihn besuchen. "Schnell sind es 30 bis 50 Gäste, die die leckere Pizza, Wein und Gebäck genießen", erzählt Guiseppe. Am Guiseppe-Tag machen die Frauen ein besonderes Gebäck: "Die Ehefrauen haben viel zu tun, und auch die Mama hilft mit", erzählt er von den Guiseppe-Feiern, die er miterlebt hat.

"Und sollte der 21. März -Josefitag- wieder ein Feiertag werden", phantasieren die Mitglieder am monatlichen Stammtisch, "würde uns das sehr freuen und ehren." Auch in Italien war S. Guiseppe früher ein Feiertag und noch heute sieht man wenige Guiseppe an diesem Tag zur Arbeit gehen, schmunzelt Cafariello. Wichtig ist Giuseppe, genau wie den über 100 anderen Vereinsmitgliedern diese besonders schönen alten Traditionen zu erhalten und zu pflegen.

Und bei diesem Thema schlägt wieder der Migrationsbeauftragte in Cafariello durch, denn er sieht bei der Pflege der Traditionen vor allem eines im Vordergrund: Respekt - Respekt vor der Religion, der Sprache, der Kultur. Das sei wichtig, damit das bunte Miteinander funktioniert. Und dabei spielen auch die Vereine wie der Josefi-Verein eine große Rolle. Denn durch die Vereinszugehörigkeit kann auch eine schnelle Integration funktionieren. Und es ist wichtig, dass sich Menschen, die sich irgendwo ein neues Leben aufbauen möchten, beispielsweise in Vereinen miteinbringen.

Mit dem Neuzugang sind die Vereinsmitglieder nun nicht nur überregional - sie kommen aus Landshut, Essenbach und Umgebung, aus Haag an der Amper, Laberweinting, Pilsting und Dingolfing - sondern sogar ein wenig international aufgestellt. Das jüngste Vereinsmitglied, der eineinhalb jährige Josef Möhrer, ist das Enkelkind von Wirtsfamilie Luginger in Mirskofen und kommt mit seinen Eltern aus dem Allgäu öfter zu Besuch nach Mirskofen. Wohlgemerkt - noch - ist er das jüngste Mitglied. Im Herbst bekommt das schon etwas berühmte, junge Vereinsmitglied nämlich Familienzuwachs. Eine Schwester oder einen Bruder? Man darf gespannt sein. Über eine weitere Josefine würde sich der Verein sicherlich sehr freuen.